Neu ab April: Verpflichtender Manipulationsschutz bei Registrierkassen

Nachrüstung der Kassen bis 1. April 2017.

Verpflichtender Manipulationsschutz für Registrierkassen

Sie war umstritten und hat vielen Gewerbetreibenden Kopfzerbrechen bereitet - die so genannte Registrierkassenpflicht. Nun kommt ein weiterer Aspekt dazu. Ab 1. April 2017 müssen diese Registrierkassen verpflichtend mit einer Sicherheitseinrichtung ausgerüstet sein, um vor Manipulation der in der Registrierkasse gespeicherten Daten zu schützen.

Was heißt das nun?

Jeder Barumsatz wird mit einem elektronischen Siegel versehen. Am Beleg ist das durch ein entsprechendes QR-Symbol ersichtlich oder auch in anderer Form, wie z.B. als Barcode. Hinter dem QR-Code verbirgt sich eine individuelle Signatur des jeweiligen Unternehmers. Mit dieser Signatur werden die Barumsätze der Registrierkasse in chronologischer Reihenfolge miteinander verknüpft. Eine mögliche Datenmanipulation würde daher die chronologische Barumsatzkette unterbrechen und wäre somit nachweisbar.

Was müssen Unternehmer beachten?

Um diesen geforderten Manipulationsschutz umzusetzen, müssen die Registrierkassen entsprechend nachgerüstet werden. Die Registrierkassenpflicht betrifft alle Unternehmen, deren Jahresumsatz 15.000 Euro und deren Barumsätze 7.500 Euro im Jahr überschreiten. Unternehmer brauchen für die Aktivierung des Manipulationsschutzes ein personenbezogenes Zertifikat. Solche Zertifikate gibt es bei den Firmen A-Trust, GlobalTrust oder PrimeSign. Die Sicherheitseinrichtung muss mit der Kasse verbunden werden. Sie kann je nach System eine Karte, ein Chip oder bei Kassen, die über das Internet funktionieren, auch nur elektronisch auf einem externen Modul abgespeichert sein. Damit die Kassa mit der geforderten Sicherheitseinrichtung arbeiten kann, braucht sie ein Software-Update. Sobald dies abgeschlossen wurde und die Sicherheitseinrichtung in Funktion tritt, muss eine Meldung über FinanzOnline (FON) an das Finanzamt erfolgen. Nach der Umstellung erstellt die Kassa sofort einen sogenannten Startbeleg.Fällt die Kassa oder auch die Sicherheitseinrichtung länger aus, muss wieder das Finanzamt über FinanzOnline informiert werden.

Was Ihre Registrierkasse benötigt

  • Datenerfassungsprotokoll und Drucker (oder eine Vorrichtung, die einen Ausdruck auf einem anderen Gerät ermöglicht)
  • Geeignete Schnittstelle zu einer Sicherheitseinrichtung mit einer Signaturerstellungseinheit
  • Verschlüsselungsalgorithmus AES 256 (Verschlüsselung für den maschinenlesbaren Code)
  • Eindeutige Kassenidentifikationsnummer (pro Kasse, nicht pro Betrieb)

 

Zum Download

Eine detaillierte Anleitung zum Nachrüsten Ihrer Registrierkasse finden Sie hier.

Alle Infos rund um die Registrierkasse finden Sie hier.